Wer hat wann was geändert — das neue Prüfprotokoll
Das Problem: Nachvollziehbarkeit im KI-Zeitalter
Wenn eine KI Jahresabschlüsse auswertet und Kennzahlen berechnet, stellt sich für jede Bank die gleiche Frage: Wer hat was getan — und lässt sich das im Nachhinein belegen? MaRisk fordert eine vollständige Dokumentation des Kreditprozesses. Und bei der nächsten Prüfung durch die Interne Revision oder die Bankenaufsicht muss jede Entscheidung rekonstruierbar sein.
Was neu ist
finlyt führt ab sofort ein lückenloses Prüfprotokoll über alle Aktionen im System. Jeder Eintrag enthält den genauen Zeitpunkt, den Benutzer, die durchgeführte Aktion und das betroffene Objekt. Das Protokoll ist unveränderlich — einmal geschriebene Einträge können weder bearbeitet noch gelöscht werden.
Über 15 verschiedene Aktionstypen werden erfasst, darunter:
Zugriff und Authentifizierung — Jede Anmeldung wird mit IP-Adresse protokolliert. So lässt sich nachvollziehen, wer zu welchem Zeitpunkt auf das System zugegriffen hat.
Analysen und Verarbeitung — Vom Hochladen eines Jahresabschlusses über die automatische Auswertung bis zum fertigen Bericht: Jeder Schritt wird dokumentiert.
Korrekturen und Neuberechnungen — Wenn ein Analyst eine Bilanzposition korrigiert oder Kennzahlen neu berechnen lässt, protokolliert finlyt die Änderung mit den konkreten Werten.
Export und Weitergabe — XML-Exporte ins Kernbanksystem werden ebenso erfasst wie der Abruf von Berichten.
So funktioniert der Zugriff
Das Prüfprotokoll ist über die Systemeinstellungen erreichbar. Filteroptionen nach Aktionstyp, Benutzer und Zeitraum ermöglichen eine gezielte Suche. Für die Revision steht ein CSV-Export bereit, der alle gefilterten Einträge als strukturierte Tabelle liefert — direkt importierbar in Excel oder bestehende Revisionswerkzeuge.
Warum das wichtig ist
Die MaRisk-Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit gelten auch für KI-gestützte Prozesse. Wenn ein Prüfer fragt, wie eine Bewertung zustande kam, muss die Bank lückenlos dokumentieren können: wann wurde der Jahresabschluss eingereicht, wer hat die Analyse gestartet, welche Korrekturen wurden vorgenommen, und wann wurde das Ergebnis ins Kernbanksystem übernommen.
Das Prüfprotokoll beantwortet all diese Fragen aus einer zentralen Stelle — ohne dass Analysten manuell Vermerke anlegen müssen. Jede Aktion wird im Hintergrund erfasst, während die Analysten ihre gewohnte Arbeit fortsetzen.
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