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Vision Genossenschaftsbanken Offenlegung KI

Warum wir finlyt bauen

3. Februar 2026 · Fabian Heiß
Abstrakte Darstellung eines digitalisierten Kreditprozesses

Das Problem kennt jeder, der im Kreditgeschäft arbeitet

Ein Firmenkunde braucht einen neuen Kredit. Also fordert die Bank den Jahresabschluss an — per E-Mail, manchmal per Brief. Der Kunde antwortet irgendwann. Oder nicht. Dann wird nachgehakt. Die Unterlagen kommen als PDF, manchmal als Scan, manchmal als Foto. Ein Analyst öffnet die Datei, tippt Zahlen in Excel, berechnet Kennzahlen, schreibt eine Bewertung. Das Ergebnis wird manuell ins Kernbanksystem übertragen.

Dieser Prozess existiert in fast identischer Form bei hunderten Banken in Deutschland. Und er hat sich seit zwanzig Jahren kaum verändert. (Vor mehr als 20 Jahren habe ich das noch genauso gemacht)

Was uns gestört hat

Drei Dinge fallen auf, wenn man diesen Prozess einmal von außen betrachtet.

Erstens: Die manuelle Anforderung und Nachverfolgung bindet Kapazitäten, die in der Kreditanalyse fehlen. Marktfolge-Mitarbeiter verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit damit, E-Mails zu schreiben, Fristen zu überwachen und Kunden zu erinnern — statt Kreditrisiken zu bewerten.

Zweitens: Die Analyse selbst ist repetitiv und regelbasiert. Ein erfahrener Analyst wendet bei jedem Jahresabschluss die gleichen Prüfschritte an: Positionen zuordnen, Kompensationen durchführen, Kennzahlen berechnen, mit Branchenwerten vergleichen. Das sind keine kreativen Entscheidungen — das sind Algorithmen, die im Kopf laufen.

Drittens: Die Ergebnisse landen in Silos. Die Analyse existiert in einem Excel, die Kommunikation in Outlook, die Daten im Kernbanksystem. Wer den Status einer Offenlegung wissen will, muss drei Systeme prüfen oder jemanden fragen.

Was finlyt anders macht

finlyt ist eine Plattform, die den gesamten Offenlegungsprozess abbildet — von der ersten Anforderung bis zur fertigen Analyse im Kernbanksystem. Nicht als weiteres Tool neben den bestehenden, sondern als zentraler Ort, an dem alles zusammenläuft.

VORHERManuelle AnforderungE-Mails, Excel, Fristen in OutlookRepetitive AnalyseStunden für Zuordnung, KennzahlenDaten in SilosExcel, Outlook, KernbanksystemNACHHERAutomatische AnforderungRegelbasiert, keine E-Mails mehrKI-Pipeline90 Sekunden von PDF zu BerichtEin zentraler Ortfinlyt Dashboard mit allen Statusfinlyt automatisiert den gesamten Offenlegungsprozess
Von manuellen Prozessen zu Automatisierung: Der Unterschied, den finlyt macht.

Konkret bedeutet das: Anforderungen gehen automatisch raus, basierend auf den Offenlegungsregeln der Bank. Firmenkunden laden ihre Unterlagen über ein gebrandetes Portal hoch. Eine KI-Pipeline extrahiert, analysiert und bewertet — in Sekunden statt Stunden. Die Ergebnisse stehen den Analysten sofort zur Verfügung, inklusive Branchenvergleich, Kennzahlen und einer vorläufigen Bewertung. Am Ende fließt alles ins Kernbanksystem.

Für wen wir das bauen

finlyt ist für Genossenschaftsbanken gebaut. Nicht als generische Finanz-Software, die man mit viel Konfiguration und langen Projekten anpasst, sondern nativ für die Welt von MaRisk, KWG §18, Formularnummern und genossenschaftlicher Prüfung.

Unsere Zielgruppe sind die Kreditanalysten und Marktfolge Teams, die jeden Tag mit diesem Prozess arbeiten. Wir bauen, was ihnen Zeit spart — und zwar dort, wo die Zeit tatsächlich verloren geht. Hierbei stellen wir den Kreditanalysten in den Mittelpunkt der finlyt Anwendung und geben ihm “Superkräfte” um seine Tätigkeit effizienter auszuführen und qualitative hochwertige Analsen zu erstellen.

Was als nächstes kommt

In den kommenden Wochen werden wir hier regelmäßig über neue Features, technische Hintergründe und Praxisbeispiele schreiben. Keine Marketing-Floskeln, sondern konkrete Updates darüber, was finlyt kann und wohin die Reise geht.

Interesse an einer Demo? Schreib uns: hello@finlyt.de

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