KDF-Berechnung: Kapitaldienstfähigkeit transparent und anpassbar
Warum die KDF der wichtigste Einzelwert in der Kreditentscheidung ist
Wenn ein Firmenkundenberater wissen will, ob ein Unternehmen einen neuen Kredit bedienen kann, landet er früher oder später bei der Kapitaldienstfähigkeit. Die KDF beantwortet eine einfache Frage: Wie viel Geld bleibt dem Unternehmen nach allen laufenden Verpflichtungen übrig, um Zins und Tilgung zu zahlen?
In der Praxis ist diese Berechnung alles andere als einfach. Sie erfordert Daten aus der GuV, der Bilanz und zusätzliche Informationen, die nicht immer im Jahresabschluss stehen — Tilgungen bestehender Kredite, Leasingraten, geplante Entnahmen. Bisher tippen Analysten diese Werte manuell zusammen. In finlyt passiert das automatisch.
Was finlyt berechnet
Die KDF-Berechnung in finlyt folgt einem fünfstufigen Schema, das der gängigen Praxis in Genossenschaftsbanken entspricht.
Die Pipeline extrahiert die benötigten Werte automatisch aus den Unterlagen: Jahresüberschuss, Abschreibungen, Rückstellungsveränderungen, Zinszahlungen, Entnahmen und Einlagen bei Personengesellschaften. Werte, die nicht im Abschluss stehen — etwa Tilgungen bestehender Kredite oder Leasingraten können vom Analysten angepasst werden.
Anpassbar für jeden Fall
Das Besondere an der finlyt-KDF: Jeder einzelne Wert im Schema ist editierbar. Ein Analyst kann Positionen überschreiben, ohne die Gesamtberechnung manuell nachziehen zu müssen. Die Neuberechnung passiert sofort — kein Speichern, kein Neuladen. Und: Jedes KDF Schema ist auch bank-individuell anpassbar.
Das ist bewusst so gebaut. Kein Jahresabschluss ist wie der andere. Bei Personengesellschaften spielen Entnahmen und Einlagen eine andere Rolle als bei einer GmbH. Manchen Banken beziehen eine Mindestinvestition zur Bestandwahrung in die KDF Berechnung mit ein, andere Banken möchten bei bestimmten Engagement die exakten Kapitaldienste berücksichtigen, wieder andere arbeiten mit den Vorjahreswerten. Alles möglich mit finlyt.
finlyt liefert die Basisdaten aus der KI-Analyse. Der Analyst entscheidet, was er anpasst. Jede Anpassung wird als Überschreibung gespeichert — die Pipeline-Werte bleiben intakt und können jederzeit wiederhergestellt werden.
Stresstests: Was passiert, wenn es schlechter läuft?
Zu jeder KDF Berechnung zeigt finlyt vier Stressszenarien — automatisch berechnet aus den realen Daten des Unternehmens.
Umsatzrückgang: Was passiert, wenn der Umsatz einbricht? Die Auswirkung auf den Jahresüberschuss und damit auf die freie KDF wird durchgerechnet.
Kostensteigerung: Material-, Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen steigen. Wie verändert sich der Cashflow?
Zinsen: Das Fremdkapital wird teurer. Der zusätzliche Zinsaufwand geht direkt in den Kapitaldienst.
Kombiniert: Alle drei Szenarien gleichzeitig — der Worst Case.
Jedes Szenario zeigt den resultierenden erweiterten Cashflow, die Kapitaldienstgrenze und die freie KDF. Analysten sehen sofort, wie resilient das Unternehmen unter Stress ist — ohne eine einzige Zahl selbst berechnen zu müssen.
Für die Bank konfigurierbar
Die KDF-Berechnung ist kein statisches Formular. finlyt speichert Anpassungen pro Analyse, sodass jeder Fall individuell bewertet werden kann. Der Export ins Kernbanksystem enthält die finalen (ggf. angepassten) KDF-Werte, sodass auch dort die korrekte Berechnung vorliegt.
Über bankweite KDF-Voreinstellungen können Banken ihre Standards sicherstellen und für unterschiedliche Kundengruppen oder Branchen Variationen der KDF Berechnung konfiguren. Die finlyt Infrastruktur deckt das ab.
KDF-Bericht landed im DMS
Neben der interaktiven Berechnung im Dashboard generiert finlyt einen eigenständigen KDF-Bericht. Dieser enthält das vollständige Berechnungsschema, die Stresstest-Tabelle und wird als Teil des Analyse-Exports archiviert.
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